Klassische Herausforderungen bei Datenschutz in Unternehmen

Datenschutz berührt alle Aspekte des Unternehmens und ist daher eine vielseitige Aufgabe. Datenschutz stellt hohe Anforderungen, die zu erfüllen nicht immer leicht ist.

Der Datenschutzbeauftragte:

Er muss zuverlässig sein und über die nötige Fachkunde verfügen. Zuverlässigkeit bedeutet, dass er keine leitende Funktion haben darf, da er nicht kontrollieren soll, was er selbst gestalten kann. Zuverlässigkeit bedeutet aber auch, dass er genügend Zeit für seine Aufgabe hat. Das ist nicht bei jedem Teilzeit-Datenschutzbeauftragten der Fall. Er muss aber auch die nötige Fachkunde besitzen und sich ständig fortbilden. Datenschutz ist nicht nur in einem Gesetz verankert, sondern auch in vielen Normen, die sehr spezielle Gebiete regeln. Außerdem muss der Datenschutzbeauftragte sich mit der Technik auskennen, um potenzielle Risiken identifizieren zu können.

Mitarbeiter:

Mitarbeiter müssen für die Wahrung des Datenschutzes sensibilisiert werden, da sie ständig Umgang mit personenbezogenen Daten haben. Verpflichtungen auf das Datengeheimnis, Datenschutzhandbücher und IT-Policies sind nicht nur Verwaltungsaufwand, sie können bei sorgfältiger Formulierung dazu beitragen, dass die Mitarbeiter wissen, was sie mit Daten machen dürfen.

Kommunikation:

Ohne Telefon und E-Mail ist heute kein Geschäft mehr zu machen. Viele Informationen werden per E-Mail verschickt. Unverschlüsselte E-Mails sind so sicher wie Postkarten. Hier müssen Mitarbeiter und die IT-Abteilung zusammenarbeiten, um eine funktionierende Lösung zu schaffen. Denn nur eine leicht zu bedienende Anwendung setzt sich durch.

Wenn Mitarbeiter diese Medien privat nutzen, muss der Arbeitgeber das Telekommunikations-geheimnis wahren. Er kann die private Nutzung verbieten, muss das Verbot aber auch durchsetzen.

Mobile Medien:

Klein, leicht, praktisch und wesentlich zuverlässiger als die alte Floppy-Disk: mit mobilen Datenträgern kann man ganze Unternehmen buchstäblich in die Tasche stecken.  Wenn sie eingesetzt werden, müssen sie aber auch gegen unberechtigten Zugriff abgesichert werden.

Internetshops, E-Commerce-Plattformen:

Beim Aufbau und Betrieb von Internetshops werden besondere Anforderungen an die Sicherheit der Übertragungen gestellt. Kundendaten (Kreditkarten, Bankverbindungen, private Post- und E-Mail-Adresse u. Ä.) müssen sicher übermittelt und vor dem Zugriff durch Dritte geschützt werden.

Data Warehouses, Data Mining:

Daten in Datenbanken können bei geschickter Auswertung wertvolle neue Erkenntnisse liefern. Es darf aber keine Datenhaltung auf Vorrat entstehen. Eine sorgfältige Analyse und Planung von Abfragen ermöglicht einen datenschutzkonformen Einsatz, z.B. mittels anonymisierter Daten.